EMC HostCo verpflichtet sich zu klimaneutralem Betrieb bis 2030

Das Münchener Colocation-Rechenzentrum, EMC HostCo GmbH, hat sich am 07. Mai 2021 dem Climate Neutral Data Centre Pact verpflichtet. Bis dato haben sich der Initiative, die im Rahmen des European Green Deal ins Leben gerufen wurde, 58 Rechenzentrums- und Cloudbetreiber und 22 Verbände angeschlossen. Sie verfolgen das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden – durch Selbstregulierung.

München, den 18.08.2021 – Während Corona die Digitalisierung der Gesellschaft vorantreibt, verlagert sich auch der Energieverbrauch verstärkt auf den digitalen Datenverkehr. Der European Green Deal verlangt indes nach einem klimaneutralen Europa bis 2050 und dabei werden auch Rechenzentren zu einem zentralen Thema. „Sie können und sollten bis 2030 klimaneutral werden“, wird in dem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Papier „Shaping Europe’s Digital Future“ erklärt.

Mit diesem Ziel hat die Europäische Kommission den Climate Neutral Data Centre Pact (CNDCP) ins Leben gerufen. Durch seine Unterschrift hat sich die EMC HostCo GmbH den Zielen des European Green Deal verschrieben. Zusammen mit den Pakt-Teilnehmern erarbeitet das nach CSR 26001 zertifizierte Unternehmen Strategien, mit denen die Umweltbilanz der Rechenzentren bis 2030 auf Null gesetzt werden soll. 58 Rechenzentrums- und Cloudbetreiber und 22 Verbände aus ganz Europa haben sich der Initiative bereits angeschlossen (Stand: 18.08.2021).

Konkrete Ziele und Maßnahmen führen zu klimaneutralem Rechenzentrum

Bei dem Pakt handelt es sich um eine Selbstregulierungsinitiative, die konkrete Maßnahmen und Messwerte vorschreibt. Diese werden von den Unterzeichnern als Richtlinie herangezogen, um ihre Rechenzentren bis 2030 klimaneutral zu gestalten. So sollen die Rechenzentren künftig vollständig auf erneuerbare Energiequellen zurückgreifen, um ihren Strombedarf zu decken und darüber hinaus einen hohen Energieeffizienz-Standard erfüllen.

„Das Thema Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Firmenphilosophie von EMC HostCo. Wir sind stolz, zu sehen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind, nachdem wir unseren Rechenzentrumsbetrieb vollständig auf saubere Energie ausgerichtet haben und schon heute die Anforderungen in Sachen Energieeffizienz erfüllen können“, meint Bernhard Huter, Geschäftsführer von EMC HostCo. Seit 2012 deckt das Datacenter 100 Prozent seines Rechenzentrumsbedarfs durch TÜV-zertifizierten Grünstrom aus Flusswasserkraft sowie eine eigene Photovoltaikanlage (2014).

Um die Energieeffizienz eines Rechenzentrums zu messen, wird häufig dessen Power Usage Effectiveness (PUE) als Kennzahl herangezogen. Der Wert beschreibt das Verhältnis zwischen dem Gesamtenergieverbrauch und der Energieaufnahme der IT-Infrastruktur. Umso geringer der Wert, desto effizienter der Energie-Einsatz. Wie in der Selbstregulierungs-Initiative festgelegt, sollen neue Rechenzentren bis 2030 und bereits bestehende Rechenzentren bis 2025 einen maximalen PUE-Wert von 1,3 (in kalten Klimaregionen) bzw. 1,4 (in warmen Klimaregionen) erreichen. Mit einem PUE-Wert von unter 1,25 unterschreitet die EMC HostCo den festgesetzten Zielwert bereits. Die genannten Punkte erfüllt der Rechenzentrumscampus in München damit schon heute.

Im nächsten Schritt wird man sich bei EMC mit dem Punkt „Circular Energy System“ befassen. Der Rechenzentrumscampus wird seit vielen Jahren mit Grünstrom betrieben. Für den Regelbetrieb am Campus – gemeint sind Büroräume, Lagerflächen, Flure, Treppenhäuser und vorgeheizte Notstromaggregate – ist man teilweise noch auf Wärme aus Gasheizungen angewiesen. An dieser Stelle soll künftig ein effizientes System zur Energierückgewinnung zum Einsatz kommen.

„Unser Ziel ist es, diese bis Ende 2022 mehrheitlich durch die intelligente Nutzung von Abwärme aus den Rechenzentren zu ersetzen. So sanieren wir augenblicklich den ca. 30m hohen Treppenhausturm und schließen ihn nachfolgend an die Abwärme-Verteilung des Campus an. Die Umstellung der Notstromaggregate und Büroflächen ist bereits im Oktober 2021 geplant“, so Bernhard Huter.

Rechenzentren haben eine besondere Verantwortung

Der Bedarf an Rechenleistung wird mit Voranschreiten der Digitalisierung immer größer. Rechenzentren gelten daher als einer der größten und am schnellsten wachsenden Energieverbraucher. Für Bernhard Huter steht die Branche deshalb besonders in der Verantwortung. „Bei den Rechenzentren anzusetzen und dort aktiv auf Klimaneutralität hinzuarbeiten ist nicht nur zwingend nötig, weil die Branche einen merklich wachsenden Energiebedarf aufweist“, erklärt er und führt aus: „Aus eben diesem Grund verstehen wir es als Chance und sogar Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen. Wir können zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, etwas für die Umwelt zu tun und selbst grün zu werden – auch und insbesondere für Unternehmen aus Branchen, die aktuell als große Energieverbaucher gelten.“

Auch Kunden werden daher aktiv in das Nachhaltigkeitskonzept miteinbezogen. Im Zuge seiner Aktion Racks for Roots pflanzt der Rechenzentrumsbetreiber jährlich einen Baum für jedes Server-Rack, das am Campus betrieben wird. So soll die Aufforstung von Schutzwäldern unterstützt werden. „Wir sehen unsere Kunden als Partner. Aus diesem Grund möchten wir sie zu einen festen Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie machen und den Weg gemeinsam mit ihnen gehen. Spätestens 2025 wollen wir unseren Kunden bestätigen, komplett klimaneutral zu sein und mit dem Beitritt zum Climate Neutral Data Centre Pact können wir diesen Entschluss noch einmal bekräftigen“, betont Jennifer Rössler, Projektleiterin CNDCP.

5 Ziele gibt die Initiative für klimaneutrale Rechenzentren vor

Die EMC HostCo wird in den nächsten Jahren gemeinsam und unter regelmäßigem Austausch mit den anderen Unterzeichnern des Climate Neutral Data Centre Pact, zu denen unter anderem der EMC-Partner Pfalzkom, Google, Microsoft, aws oder Atos gehören, konkrete Schritte unternehmen, um Klimaneutralität bis 2030 zu erlangen. Neben den Vorgaben zur Nutzung sauberer Energie, zur effektiven Nutzung von Abwärme und zur Realisierung eines hohen Energieeffizienz-Standards beinhaltet die Selbstregulierungsinitiative auch konkrete Ziele zur Senkung des Wasserverbrauchs und zur effektiven Wiederaufbereitung der elektrischen Ausstattung (Reparatur, Wiederverwendung und Recycling).

Über das Unternehmen: https://www.emc-hostco.de/de/inside-emc

Weiterführende Informationen zum Climate Neutral Data Centre Pact: https://www.climateneutraldatacentre.net/

Pressekontakt: Eva Huter, Head of CSR, Tel.: 089 30 90 580-0, e.huter@emc-hostco.de

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